{"id":90,"date":"2012-12-28T10:23:21","date_gmt":"2012-12-28T10:23:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.american-cooking.de\/?page_id=90"},"modified":"2012-12-28T22:16:15","modified_gmt":"2012-12-28T21:16:15","slug":"indianische-kuche","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.american-cooking.de\/?page_id=90","title":{"rendered":"Indianische K\u00fcche"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">Die urspr\u00fcngliche indianische K\u00fcche war, insgesamt betrachtet, sehr vielseitig, obwohl sich die unterschiedlichsten St\u00e4mme, je nach Gegebenheit oftmals sehr einseitig ern\u00e4hrten.<br \/>\nW\u00e4hrend bei den nomadisierenden St\u00e4mmen die Nahrung \u00fcberwiegend aus Fleisch, haupts\u00e4chlich B\u00fcffel (bei den sogenannten \u201ePr\u00e4rie-Indianern\u201c) bestand, wurden aber je nach Landschaft auch andere Tiere bejagt. So standen u.A. auch Wei\u00dfschwanzhirsch, Waschb\u00e4ren, Pr\u00e4rieantilopen, Hasen und Kaninchen, Eichh\u00f6rnchen, Schlangen incl. der Klapperschlange (die ja heute noch, auch von der wei\u00dfen Bev\u00f6lkerung z.T. als Delikatesse hoch gesch\u00e4tzt ist) sowie auch kleinere Tierarten auf dem Speiseplan.<br \/>\nAuch Gefl\u00fcgel war z.T. sehr beliebt: Wasserv\u00f6gel, Wandertaube, Wildenten und G\u00e4nse, aber auch Fasan, Moorh\u00fchner, Wachteln und nat\u00fcrlich vor Allem der Truthahn. Das auch diverse Eiersorten mit auf dem Speiseplan standen, ist also nicht verwunderlich.<br \/>\nAn den K\u00fcstenregionen, bzw. den Fl\u00fcssen und Seen ging man auch sehr h\u00e4ufig auf Fischfang, wobei es nicht nur unbedingt die kleinen Fische waren! Lachse waren sehr begehrt, aber auch Walfleisch und auch anderes Seegetier, wie Seehunde, Robben, Alligatoren, Schildkr\u00f6ten, Hummer, Austern, Muscheln und Fluss-Krebse waren sehr beliebt!<br \/>\nEine Unzahl an Pflanzen lieferte vielf\u00e4ltige Nahrung, (aber auch Medizin!) sei es als Bl\u00fcten, Fr\u00fcchte, Knollen, Bl\u00e4tter, Wurzeln, Rinde usw.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">Einige unserer heutigen Grundnahrungsmittel haben wir den Indianern Nord~, Mittel~ und S\u00fcdamerikas zu verdanken!<br \/>\nKartoffeln (diverse Sorten waren bekannt), Mais (auch in diversen Sorten), genau wie Bohnen (angeblich \u00fcber 18 verschiedene Sorten), der sogenannte \u201eWildreis\u201c (Samen einer Wasserpflanze), K\u00fcrbisse und Flaschenk\u00fcrbisse, Paprika~ und Chilischoten, Tomaten, Tomatillas, Sonnenblumenkerne, Erdn\u00fcsse, Pecann\u00fcsse, Kaktusfeigen, wilde Karotten, Zwiebeln, eine Unmenge von Beeren und Kraut~ und Salatpflanzen waren bekannt, ebenso wie diverse Pilzsorten, von denen einige &#8211; durch ihre schwachgiftigen Bestandteile, berauschende Sorten &#8211; zu medizinischen Zwecken, aber haupts\u00e4chlich bei religi\u00f6s bedingten Zeremonien verwendet wurden. Auch die Kakaobohne, obwohl nicht aus Nordamerika stammend, war den Indianern, zumindest bis in\u00b4s heutige s\u00fcdliche Texas bekannt. Auch die Zubereitung des Ahornsirups wurde den \u201eWei\u00dfen\u201c erst von den Indianern beigebracht. Und mancher Cowboy sp\u00e4terer Jahre h\u00e4tte im Winter ohne den Besitz von Pemmikan, einer Zubereitung aus getrocknetem Fleisch, Fett, Wurzeln und Beeren, welches die wei\u00dfen Siedler auch von den \u201ewilden\u201c Indianern erlernen mussten, sicher nicht \u00fcberlebt!<br \/>\nEinige St\u00e4mme, vor Allem an der s\u00fcdlichen Westk\u00fcste (Kalifornien), ern\u00e4hrten sich auch von Eicheln und Rosskastanien, die durch bestimmte Behandlungen \u201ebitterfrei\u201c und f\u00fcr den menschlichen K\u00f6rper genie\u00dfbar gemacht wurden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">Nicht nur aus Agaven wurde, wie im heutigen Mexico immer noch, ein berauschendes Getr\u00e4nk (Pulque) hergestellt. Die Indianer wussten sehr wohl, das aus vergorenen Beeren und Fr\u00fcchten, sowie Kr\u00e4utern berauschende Getr\u00e4nke hergestellt werden konnten. Aber auch diese dienten haupts\u00e4chlich als Medizin oder bei gewissen religi\u00f6sen Br\u00e4uchen, bzw. auch bei einigen Festen. Ansonsten war die Einnahme von berauschenden Getr\u00e4nken bei den meisten St\u00e4mmen f\u00fcr die Allgemeinheit nicht \u00fcblich. Lediglich das BRENNEN von hochprozentigen Alkoholika war ihnen unbekannt. Das wurde erst sp\u00e4ter von den \u201eWei\u00dfen\u201c eingef\u00fchrt und damit auch der allgemeine Umgang mit alkoholischen Getr\u00e4nken, was sehr zum Schaden der Indianischen V\u00f6lker war und zu einem gro\u00dfen Teil an derem Untergang mitwirkte.<br \/>\nDaf\u00fcr wurden die \u201eWei\u00dfen\u201c von den Indianern im Gebrauch des Tabaks unterrichtet, was zu einer nicht unerheblichen Zunahme an Bronchialdefekten und Lungenkrebs f\u00fchrte!<br \/>\nViele der bekannten Indianerv\u00f6lker (oder St\u00e4mme, wie man oftmals zutreffender sagt), waren durchaus sesshafte V\u00f6lker, die z.T. auch intensiven Ackerbau betrieben. Und auch mit den von ihnen erzeugten Nahrungsmitteln einen gewissen Handel trieben (Gem\u00fcse, Fr\u00fcchte usw. gegen Fleisch oder Felle).<br \/>\nAuch die Zubereitungsarten der Speisen waren recht unterschiedlich. So wurden Fleisch und Fisch nicht nur \u00fcber offenem Feuer gebraten oder ger\u00e4uchert bzw. in der Sonne getrocknet (f\u00fcr den Wintervorrat), sondern man verf\u00fcgte auch \u00fcber sogenannte Erd\u00f6fen. Das waren in den Boden gegrabene L\u00f6cher, die tags\u00fcber mit Holz gef\u00fcllt wurden, das dann zu Holzkohle, bzw. zu Glut und Asche wurde. Darin konnte man dann \u00fcber Nacht in Bl\u00e4tter gewickelte Nahrungsmittel garen. Einige der St\u00e4mme verf\u00fcgten aber auch \u00fcber Tongeschirr, also auch \u00fcber Sch\u00fcsseln, in denen z.B. Suppen oder Brei gekocht werden konnte. Andere St\u00e4mme benutzten dazu B\u00fcffelm\u00e4gen, in der z.B. Wasser oder Suppe und auch Breie durch hinein gegebene, stark erhitzte Steine fast zum Kochen gebracht werden konnten.<br \/>\nGeb\u00e4ck wurde zum Teil auf erhitzten Steinplatten gebacken, wobei es sich nicht nur um die heute noch bekannten Tortillas handelte, sondern es wurden auch schon (allerdings flachere als heute) Brote auf diese Art und Weise hergestellt.<br \/>\nNat\u00fcrlich wurde es f\u00fcr die Indianer erheblich leichter, Speisen zuzubereiten, nachdem sie von den wei\u00dfen Einwanderern die metallenen Kocht\u00f6pfe erwerben konnten und auch in der Herstellung eines Herdes und eines Backofens unterrichtet wurden, bzw. sich das abschauten.<br \/>\nSo sind nat\u00fcrlich im Laufe der Zeit viele Rezepte ver\u00e4ndert und verfeinert worden und viele Gerichte, die urspr\u00fcnglich indianischer Herkunft waren, sind heute in die allgemeine amerikanische K\u00fcche mit eingeflossen.<\/span><\/p>\n<p>Rezept\u00fcbersicht:<\/p>\n<p><strong><em><ul class=\"postlist\"><li><a href=\"https:\/\/www.american-cooking.de\/?p=423\">Pilzsuppe mit Wildreis (ca. 6-8 Portionen)<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.american-cooking.de\/?p=189\">Tamale pie with hashed venison<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.american-cooking.de\/?p=179\">Indianischer Pudding, gebacken (Oneida)<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.american-cooking.de\/?p=177\">Indian Fry Bread (Navaho 2)<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.american-cooking.de\/?p=175\">Indian Fry Bread (Navaho)<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.american-cooking.de\/?p=173\">Indian Fry Bread (Oneida)<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.american-cooking.de\/?p=171\">Indian Fry Bread (Seminole)<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.american-cooking.de\/?p=169\">Hominy mit Speck und Schalotten (Seminole)<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.american-cooking.de\/?p=167\">Eichel-Stew (Seminole)<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.american-cooking.de\/?p=165\">Beeren \u2013 Suppe (Sioux)<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.american-cooking.de\/?p=163\">Beef-balls in saffran gravey<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.american-cooking.de\/?p=161\">Bannock<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.american-cooking.de\/?p=94\">B\u00e4ren Kottletts<\/a><\/li><\/ul><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die urspr\u00fcngliche indianische K\u00fcche war, insgesamt betrachtet, sehr vielseitig, obwohl sich die unterschiedlichsten St\u00e4mme, je nach Gegebenheit oftmals sehr einseitig ern\u00e4hrten. 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